Monsaraz – weißes Dorf zwischen Spanien und Portugal | Portugal Travelguide
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Heute möchte ich euch eine der schönsten Entdeckungen meiner Portugal-Reise zeigen: Monsaraz. Ein kleines Dorf – und gleichzeitig eine Burg, die auf einem Hügel liegt und komplett von einer Stadtmauer umgeben ist. Am besten erreicht man Monsaraz von Lissabon aus – es sind nur etwa 180 km. Das Besondere hier ist dieses Gefühl, wirklich zwischen Himmel und Erde zu sein. Es wirkt fast surreal, fast magisch. Und noch etwas hat mich überrascht: Ich habe hier kaum Touristen gesehen, kaum Einheimische – die weißen Gassen waren leer und das ganze Städtchen wirkte wie ein verzauberter Märchenort.

MONSARAZ – EINE DER SPEKTAKULÄRSTEN LOCATIONS IN PORTUGAL
Noch bevor wir im Hotel eingecheckt haben, wollte ich unbedingt die Burg und die Umgebung sehen. Monsaraz ist für den Autoverkehr gesperrt, es gibt einen Parkplatz außerhalb der Mauern – also sind wir zu Fuß hineingegangen. Und sofort hat sich alles anders angefühlt als auf unseren bisherigen Reisen. Von oben, von der Burg, sieht man eine unendliche Weite in alle Richtungen. In der Landschaft darunter breiten sich die unzähligen Seitenarme des Alqueva-Sees aus, die sich ins Land ziehen. Und man blickt gleichzeitig nach Spanien und nach Portugal – Monsaraz liegt fast genau an der Grenze. Hier, von den Burgmauern aus, habe ich den schönsten Sonnenuntergang unserer Portugal-Reise gesehen. Überhaupt war hier alles besonders: die hohe Lage auf dem Hügel, das viele Wasser unten im Tal, die märchenhaft schönen weißen Gassen und ihre fast unheimliche Leere. Es war definitiv einer der spektakulärsten Orte in meiner Destinations-Sammlung – mit einem fast exklusiven Gefühl: Im April gab es hier keine Touristen, wie man es von anderen schönen Orten kennt.


Unser Hotel Casa Pinto war klein und total süß – kein klassisches Hotel, sondern eher wie ein kleines Schloss aus einem 1001-Nacht-Märchen, mit einem orientalischen Touch im Interior. Jedes Zimmer war anders und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Zu dieser Jahreszeit waren wir die einzigen Gäste und der Hotelier hat nur für uns ein wunderschönes Frühstücksbuffet vorbereitet – mit allem, was man sich wünschen kann. Und übrigens gibt es dort eine ganz besondere Terrasse ganz oben, mit Blick über die Dächer von Monsaraz. Ich bereue es bis heute, dass ich keine Fotos vom Hotel gemacht habe – typisch ich: so begeistert, dass ich die Kamera einfach vergesse. Aber nächstes Mal hole ich das nach – jetzt habe ich einen Grund mehr, zurückzukehren. Schaut euch Casa Pinto unbedingt online an, dann versteht ihr sofort meine Begeisterung.
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Monsaraz gehört zu den sehenswertesten Orten im Alentejo – und auch zu den ältesten. Es gibt Spuren, die bis in die prähistorische Zeit zurückreichen, und bis 1312 war der Ort eine Templer-Domäne. Man kann sich gut vorstellen, was sich hier im Mittelalter alles abgespielt hat. An jeder Ecke spürt man die Geschichte. Es gibt keine typischen Touristenläden, keinen Souvenirkitsch – nur einen kleinen Laden mit wunderschöner handgemachter Keramik habe ich entdeckt.


Am Abend, als wir angekommen sind, war ich so mit der Burg und der Umgebung beschäftigt, dass wir viel zu spät daran gedacht haben, einen Tisch im Restaurant zu reservieren. Und da wir außerhalb der Saison dort waren, hatte tatsächlich kein Restaurant mehr geöffnet. Also sind wir einfach auf gut Glück in eine kleine einheimische Kneipe gegangen. Am Anfang wurden wir ziemlich skeptisch angeschaut – aber im Laufe des Abends wurden die Blicke immer freundlicher. Und am Ende hat uns der Besitzer sogar ein Stück Kuchen geschenkt – als kleine Geste der Akzeptanz.



Nach Monsaraz sollte man kommen, wenn man einen echten Tapetenwechsel braucht. Wenn man genug hat von Großstädten, Shoppingmeilen und Menschenmengen. Hier gibt es keine Luxusmarken, keine Fünf-Sterne-Hotels, keine Michelin-Restaurants, kein Sehen und Gesehenwerden, keinen Jetset – und außerhalb der Hauptsaison nicht einmal viele Touristen. Was man hier findet, ist etwas anderes: Authentizität, echte Gastfreundschaft, beeindruckende Natur, historisches Flair und diese besonderen Eindrücke, die bleiben. Das Städtchen ist klein, aber für seine Größe erstaunlich spektakulär. Hier schläft man tiefer, hier schmeckt selbst einfaches Essen und ein einfacher Tafelwein besonders gut, hier verliert sich der Blick in der Weite der Landschaft. Vielleicht ist es genau das: ein Ort, der einen daran erinnert, wie wenig es manchmal braucht. Eine Pause von der lauten Welt da draußen – eine Pause irgendwo zwischen Himmel und Erde.

Reist ihr lieber zu den bekannten Orten, wo immer etwas los ist oder sucht ihr gezielt nach solchen Hidden Gems wie Monsaraz?
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